Hümmlinger Pilgerweg feierte zehnjähriges Bestehen

22. Juli 2018

Sternwanderung mit 100 Pilgern und ökumenischer Andacht

Sögel – Bei strahlend blauem Himmel haben annähernd 100 Pilger das zehnjährige Bestehen des Hümmlinger Pilgerweges im wörtlichen Sinne „begangen“. Aus den Gemeinden Lathen und Börger waren Pilgergruppen unterwegs nach Alt-Wahn und boten ein beeindruckendes Bild, als sie mit Hut, Stock und Rucksack ausgestattet, in Begleitung von Generalvikar Theo Paul und Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr dort eintrafen.

Von der  St. Jodocus-Kirche in  Börger und der St. Vitus-Kirche in  Lathen aus waren sie  die zehn und 14 Kilometer langen Strecken  nach Wahn gewandert.  Unterwegs haben die Jubiläumspilger an verschiedenen Stationen Halt gemacht und gebetet.

„Die Wege, die wir im Leben gehen, sind Pilgerwege. Christus ist mit auf dem Weg, auf der Pilgerschaft unseres Lebens“, sagte der Regionalbischof für den evangelisch-lutherischen Sprengel Ostfriesland, Dr. Detlef Klahr, in seiner Festpredigt und zeigte sich erfreut über die zunehmende Beliebtheit des Pilgerns auf dem Hümmling.

Generalvikar Theo Paul überbrachte die Grüße von Bischof Franz-Josef Bode, der vor zehn Jahren den Hümmlinger Pilgerweg in Börger feierlich eingeweiht hatte. Theo Paul bedankte sich bei den Verantwortlichen des Hümmlinger Pilgerweges für das großartige Engagement und dass „diese Initiative auf dem Hümmling gelebt und gestaltet wird“. Am Ende der ökumenischen Andacht, die von Pfarrer Bernhard Horstmann und Pastor Matthias Voss gestaltet wurde, überraschte Hermann Schmitz aus Börger die beiden Gastpilger Paul und Klahr mit einem selbst erstellten Pilgerstab des Hümmlinger Pilgerweges. Musikalisch umrahmt wurde das Festprogramm mit Gesang und Gitarrenklängen von Corinna Gerdes aus Surwold.

„Ich bin heute noch stolz auf den zwölfköpfigen Arbeitskreis Hümmlinger Pilgerweg, der sich vor über 10 Jahren gebildet hatte und die Idee von Ingrid Cloppenburg umsetzte, den Hümmlinger Pilgerweg mit dem Untertitel „Von Stein zu Stein“ ins Leben zu rufen“, sagte der Vorsitzende des Vereins Hümmlinger Pilgerweg, Hermann Wintering, in seiner Rückschau auf die Entstehung und weitere Entwicklung des Hümmlinger Pilgerweges. Er sei dankbar für  die große Unterstützung der drei Samtgemeinden Sögel, Werlte und Nordhümmling, die den Hümmlinger Pilgerweg zu einem „Leuchtturm-Projekt“ dieser Region ausgerufen hätten. Zusammen aus Mitteln der drei Samtgemeinden, einem Zuschuss aus dem Leader-Programm der Europäischen Union und dank des Einsatzes von Regionalmanager Ralph Deitermann habe der Hümmlinger Pilgerweg geschaffen werden können, so Wintering weiter.  Im Jahr 2014 sei aus dem Arbeitskreis der gleichnamige Verein gegründet worden, dem die  Pilgerbegleiter, die Samtgemeinden Sögel, Werlte, Nordhümmling und etwas später  auch Lathen mit ihren Touristikbüros  beitraten. Als einen Glücksgriff bezeichnete Wintering die Kooperationsvereinbarung zwischen der Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth und dem Hümmlinger Pilgerweg e.V.  Dadurch könnten Jugendliche, Firmlinge und Schulklassen unter fachlicher und kompetenter Führung für das Pilgern begeistert werden. „Mit dem 10-jährigen Jubiläum wollen wir einen Brückenschlag zu unseren Pilgerfreunden aus der Samtgemeinde Lathen und Umgebung schaffen. Deshalb haben wir auch den historischen Platz Alt-Wahn für die Feierlichkeiten gewählt“, betonte Wintering. Die Erinnerungsstätte „Alte Dorfstelle Wahn“ sei seinen Worten zufolge bisher als Nebenstrecke des Hümmlinger Pilgerweges benannt, aber kaum angepilgert worden. Das wolle man jetzt nach Möglichkeit ändern. „Der Anfang ist mit dem heutigen Tag gemacht“, meinte Wintering, der sich zum Schluss bei allen, die beim Entstehen und Wachsen des Hümmlinger Pilgerweges beteiligt gewesen sind, bedankte.

Abgerundet wurde das Nachmittagsprogramm mit einem Vortrag von Vorstandsmitglied Heidrun Langen über die Geschichte des Dorfes Alt-Wahn.

Text/Fotos: Gisela Arling

 

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