Hüvener gestalten ihre Zukunft

23. März 2018

Hüven – Der Start ist geglückt. Rund 80 Bürgerinnen und Bürger aus Hüven fanden sich zum „Emsland Dorfplan“ ihrer Gemeinde im Dorfgemeinschaftshaus ein, um unter Leitung des Projektplaner Stefan Gothe vom begleitenden Institut Kommunare aus Bonn sich die Zukunft des Dorfes im wahrsten Sinne auszumalen.

Als eine von fünf Kommunen im Emsland nimmt die Hümmlinggemeinde an dem Modellprojekt des Bundes teil, das vom Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) finanziert wird. Beim „Emsland Dorfplan“ geht es nach ihren Worten darum, Probleme und Herausforderungen frühzeitig zu erkennen.

Bürgermeisterin Simone Borgmann war sehr erfreut über die große Beteiligung. „Wenn sich von unseren 560 Einwohnern 80 Einwohner aus den verschiedenen Familien Zeit nehmen, um an unsere Zukunft zu basteln, brauche ich mir keine Sorgen um unsere Gemeinde machen.“  Es freute sie besonders, dass tatsächlich auch von allen Gruppierungen im Ort Bürger vertreten waren.

Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers zeigte sich beeindruckt, dass so viele junge Einwohner aus Hüven der Einladung gefolgt seien. „Da viele junge Menschen heute dabei sind, stehen die Chancen gut, dass wir gemeinsam ganz neue Ideen und Ansätze entwickeln. Am Ende gehe es vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des anhaltenden Strukturwandels in der Landwirtschaft um die großen Themen wie Arbeit, Wohnen und Lebensqualität. „Gewerbliche Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen muss auch in den kleinen Gemeinden künftig möglich bleiben.“

Anschließend galt es für die Hüvener, selbst kreativ zu werden. Unter den Handlungsfeldern „Miteinander“, „Wohnen“ und „Grundversorgung“ wurden drei Gruppen gebildet.

In diesen sollten die Teilnehmer mitteilen, welche Handlungsbedarfe und Besonderheiten gesehen werden und welche guten Erfahrungen zu diesen Themen gemacht wurden. Fleißig packten die Hüvener zu Stift und Schere und gaben Auskunft über den aktuellen Stand. Verbesserungspotenziale wurden dabei unter anderem in den Bereichen „Mobilität“, „Integration“, „Ärztliche Versorgung“, „Freizeitmöglichkeiten“, „touristische Vermarktung“, „Straßenqualität“, „Breitband“ sowie „Erweiterung Gewerbegebiet“ genannt.

Im März wird es eine weitere Veranstaltung geben, in der konkrete Schritte ausgearbeitet werden sollen, die die Gemeinde auch für die Zukunft als attraktiven Wohnort auszeichnet. Bis zum Sommer soll nach Aussagen des Projektleiters der Plan stehen. Danach geht es in die Umsetzung.

Text: Ingrid Cloppenburg / Foto: Samtgemeinde Sögel

Im Dorfgemeinschaftshaus in Hüven wurde fleißig gezeichnete, gebastelt und geklebt. Die Bewohner gestalteten auf kreativer Weise die Zukunft ihres Dorfes.

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