Werpeloh – Ein Dorf beschäftigt sich mit der Zukunft

4. Juli 2016

Werpeloh – Ein Jahr war seit der letzten Denkparty vergangen – jetzt lud der Arbeitskreis „Zukunft Werpeloh“ erneut  ein.

„In Werpeloh lässt es sich gut leben“, griff die Vorsitzende Rita Hagenhoff den letzten Satz des im letzten Jahr eigens erstellten Imagefilms für Werpeloh auf. Dies soll sich auch nicht verändern und deshalb muss man immer wieder in die Zukunft schauen, so wie jeder Verein und jeder Betriebsleiter, so Hagenhoff.

Was hat sich seit der letzten Denkparty verändert, was hat man erreicht?  Hier ließen Vertreter des Arbeitskreises das vergangene Jahr  Revue passieren. Einige Ideen aus der Denkparty 2015 fanden sich bereits umgesetzt. So fand ein generationenübergreifendes Sommerfest , organisiert von der Katholischen Landjugend im Juni 2015 statt, die Mittwochsmensa für Schulkinder und  Senioren wurde ehrenamtlich initiiert und ein Sonntagskaffee für Jedermann wurde während der Sommersaison angeboten werden.  Kleine Schritte, aber für die Gemeinde ein Riesengewinn.

Ab November 2015 kamen die ersten Flüchtlingsfamilien in Werpeloh an. Jetzt sollen sie heimisch werden. Wie kann das gelingen und was ist zu tun? Zu diesem Thema referierte der Flüchtlingsbeauftragte der Samtgemeinde Sögel, Johannes Brachem. Er erklärte anhand von Statistiken den Zuzug in der Samtgemeinde Sögel.  Insgesamt 5 Flüchtlingsfamilien wohnen inzwischen in Werpeloh.  Die sicherlich schnellste Integration für Familien geschieht  über Kindertagesstätte und Schule.  In Werpeloh sind weiterhin Paten tätig, die den Flüchtlingen bei der Integration behilflich sind.  Über  die Aufgaben der Paten interessierten sich die anwesenden Teilnehmer und es fand ein reger Austausch statt. Der Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers bedankte sich in diesem Zusammenhang für das hervorragende Wirken von Johannes Brachem als Flüchtlingsbeauftragter.

In drei gebildeten Arbeitsgruppen erarbeiteten die Teilnehmer anschließend Vorschläge, wie Werpeloh ein lebendiger Ort für Jung und Alt bleibt.  Die Ergebnisse wurden im Anschluss vorgetragen.  Um den Jugendlichen ein eigenes Sprachrohr zu geben und um deren Kompetenzen zu stärken, wurde vorgeschlagen, ein Jugendparlament zu installieren.  Die Gruppe Dorfplanung beschäftigte sich mit der aktuellen Situation des Dorfes und mit möglichen neuen Baugebieten. Diskutiert wurde eindringlich die erschwerende Situation von Werpeloh mit dem Schießgebiet, das keine Dorfentwicklung nach Westen zulässt. Ebenfalls verhindern Ställe und Biogasanlagen die Dorfexpansion nach Nordosten. So scheiterte bereits vor Jahren die Überplanung eines neuen Baugebietes im nördlichen Außenbereich an den Geruchsimmissionen. Aus dieser Runde kamen Vorschläge,  vorhandene Baulücken durch Tausch und Verlegung von Ställen zu nutzen, um so ein potentielles, dorfnahes Baugebiet zu ermöglichen.

Weitere Anliegen wie Ferienbetreuung für Kinder – wenn auch nur an vereinzelten Tagen anzubieten – wurden von der dritten Arbeitsgruppe vorgetragen. Es gab hier ebenfalls die Idee, einen Kennenlerntag für ausländische Mitbürger in der Mutter-Kind-Gruppe auszurichten.

Wenn nur einige Ideen auf fruchtbaren Boden fielen, so können die Gemeinde und die Gemeinschaft aller Werpeloher Bürger/innen nur profitieren, so lauteten die Abschlussworte des Arbeitskreises.

Text/Foto: Rita Hagenhoff

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