Generalvikar Theo Paul besucht A + W Bildungszentrum

1. Januar 2016

Sögel – „Miteinander ins Gespräch kommen und Lösungen finden, das ist unser Ziel“, so eröffnete die A + W  Geschäftsführerin Mechthild Hinrichs die offene Diskussionsrunde. Generalvikar Theo Paul wollte sich direkt vor Ort über die bisherigen Unterstützungsangebote des Bildungsträgers in der Flüchtlingshilfe informieren. Eingeladen waren auch Johannes Brachem, Flüchtlingsbeauftragter der Samtgemeinde Sögel sowie A. Altayeb, M. Shalh, O. Noureldeen Ahmad, M. Ibrahim und F. Barsham, die schon in Arbeitsgelegenheiten bei A + W berufliche Erfahrungen sammeln.

A + W Geschäftsführer Michael Möller: „Uns ist es wichtig, mit den Betroffenen selbst ins Gespräch zu kommen, wir können noch nicht einmal erahnen, was sie bis jetzt erlebt haben. Woher sollen wir wissen, was sie genau benötigen, um eine gute Integration in unserer Samtgemeinde zu erreichen?“ Das A + W  Bildungszentrum hält schon seit August das Angebot des offenen Frühstückstreffs vor. Hintergrund hier ist eine möglichst frühe Auseinandersetzung mit dem Arbeitsmarkt. Wichtig ist, welche Qualifikationen bringt der Einzelne mit und welche Berufswünsche gibt es. „Es wurden Profile erstellt, die wir jetzt dank der AGHs in unseren Fachbereichen auch vertiefen können, z. B. inwieweit sind Vorerfahrungen vergleichbar oder wo gibt es besondere Fähigkeiten. Fragestellungen, die sehr wichtig sind, um eine Integration auf dem Arbeitsmarkt zu gewährleisten,“ so Mechthild Hinrichs. Viele gemeinsame Aktionen haben für ein tolles Miteinander gesorgt, so z. B. das gemeinsame Kochen für die Kunden der Sögeler Friseuraktion zum Herbststurm. Ute Rottwitt, A + W Bildungszentrum: „Das Miteinander macht einfach Spaß und ich glaube, die Kontaktfreude und der Wunsch, sich einzubringen, haben sich auf viele Besucher der Friseuraktion übertragen. Viele nahmen sich Zeit für Gespräche, ließen sich die Gerichte erklären und griffen auch herzhaft zu.“ Ibrahim Mohammed bedankte sich noch einmal ausdrücklich für die Freundlichkeit, die ihnen in Sögel entgegengebracht wird.

Generalvikar Theo Paul zeigte sich sehr beeindruckt von dem Engagement des A + W Bildungszentrums. „Nur im Miteinander und ausgehend von der Biographie des Einzelnen und seinen Talenten und Fähigkeiten kann eine gute Integration auf dem Arbeitsmarkt möglich sein. Das ist der richtige Weg.“ Auch Johannes Brachem ist dieser Meinung: „Es ist für unsere Flüchtlinge schwierig, sich in unserem System der Bürokratie zurechtzufinden.

Daher ist es wichtig, dieses Netz der Helfer und Institutionen zu haben, die begleiten.“  Momentan finanziert das A + W Bildungszentrum alle Aktionen über eine Stiftung. Mechthild Hinrichs: „Uns war es wichtig, schnell etwas zu tun, unbürokratisch, in der Hoffnung, Netzwerke zu entwickeln, damit Integration greifen kann.“

Text: Mechthild Hinrichs / Foto: A+W

Von links: Mechthild Hinrichs, Generalvikar Theo Paul, Adam Altayeb, Mohamed Shalh, Faiez Barsham, Omer Noureldeen Ahmad

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