Schloss Clemenswerth im Spiegel der Kunst

1. Oktober 2015

Sögel – Schloss Clemenswerth ist seit je her ein beliebtes Motiv. Dies zeigt beeindruckend die neue kleine Dauerausstellung mit dem Titel „Schloss Clemenswerth im Spiegel der Kunst“ im Pavillon Osnabrück. In ihr sind Gemälde von Friedel Anderson, Hans-Joachim Billib, H. D. Tylle, Robert Weingärtner, Sigrid Oltmann und Werner Gergaut zu sehen, die das Schloss in verschiedenster Form zum Thema haben. Mal wurde die Gebäudeanlage, mal die Parkanlage, mal die Teiche, mal der Schlaunsche Plan génerale im Bildhintergrund und mal nur ein paar Federn, die auf das Schloss als Jagdort verweisen, dargestellt. Die zwölf ausgestellten Gemälde stammen alle aus dem Bestand des Emslandmuseums. Seit Gründung des Museums im Jahr 1972 gibt es die Reihe ForumFormClemenswerh, kurz FFC, genannt. In ihr werden in wechselnden Ausstellungen Positionen zeitgenössischer Kunst und Keramik gezeigt. Zur Tradition entwickelte es sich schnell, dass die Künstler aufgefordert wurden, ihre Sicht der Schlossanlage im Kunstwerk festzuhalten. Aus den entstandenen Bildern ging das eine oder andere in die Sammlung des Museums. Noch heute wird dieser Sammlungsbestand durch aktuelle Zugänge erweitert. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Museums und der Reihe FFC wurde 1997 in der Sonderausstellung „Spiegelung“ eine größere Bilderauswahl aus der Sammlung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Danach wanderten die Kunstwerke wieder ins Magazin und schlummerten dort fast zwanzig Jahre. Einige davon sind nun in der neuen Dauerausstellung zu sehen. Die Möglichkeit der Präsentation war gegeben, nachdem im Pavillon Osnabrück im Frühjahr dieses Jahres ein kleiner Ausstellungsraum in der Folge einer Fenstersanierung des Landkreises Emsland renoviert wurde. „Wir freuen uns, dass wir eine Auswahl der spannenden Sichtweisen der Künstler in dieser Ausstellung präsentieren können, denn wir sind sicher, dass dies unsere Besucher interessiert“, sagt Museumsdirektor Oliver Fok. Hermann Bröring (Vorsitzender des Emsländischen Heimatbundes e.V.) betont, dass die Ausstellung ganz auf der Linie des neuen Museumskonzeptes liegt. „Die Ausstellung vereint klassische Sichtweisen mit modernen Tendenzen. Sie ist deshalb ein weiteres Element des neuen Konzeptes, mit dem das Museum in die Zukunft geführt wird.“ Sie kann zu den Museumsöffnungszeiten (10 bis 18 Uhr, außer montags) bis 1. November besichtigt werden.

Text: Ramona Krons / Foto: Emslandmuseum Schloss Clemenswerth

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