Weiterentwicklung der Sögeler Geschichtswerkstatt

1. März 2014

Sögel – In verschiedenen Zeitungen und den IfS wurde bereits darüber berichtet, dass die Geschichtswerkstatt des Forums in Sögel bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs fortgeführt  wurde. Dabei bleibt die Werkstatt weiter ihren Absichten und Methoden treu. Sie informiert über die Geschichte Deutschlands und des Emslands mit Schwerpunkt auf Hümmling und Sögel. Ein besonderes Anliegen ist die Verknüpfung „großer“ Geschichte mit der hiesigen Region. Die Auswirkungen deutscher, teils auch europäischer Ereignisse auf das Emsland werden thematisiert. Anhand wechselseitiger Auswirkungen wird demonstriert, wie stark verschiedene Bereiche wie Politik, Wirtschaft, Landschaft, Landwirtschaft, Soziales u. a. m., einander beeinflussen. In Wirklichkeit sind sie nicht strikt voneinander geschieden, sondern bilden ein sich zumindest teilweise selbst steuerndes, also kybernetisches System. Die Darstellungen in der Werkstatt sind nicht trockene Museumsstücke, sondern Elemente, die zum Denken anregen, Aha-Erlebnisse vermitteln und zum Mitmachen sowie Spielen auffordern. Man kann Radionachrichten hören, Filme auf Bildschirmen betrachten, Bäume, Waldfrüchte und Erde fühlen, über Schautafeln sinnieren. Kurz: Der pädagogische Zeigefinger wird durch eine Erlebniswelt ersetzt. Die Werkstatt will nicht nur Faktenwissen vermitteln, sondern der Geschichte von Ideen und geistigen Strömungen mit guten wie schlechten Auswirkungen nachspüren, ihre Verästelungen und Veränderungen so erfassen, dass jeder zum Weiterdenken angeregt wird. Dabei werden gefährliche Entwicklungen ebenso aufgezeigt wie positive Ereignisse und Tendenzen. Letztendlich bleibt es aber dem Betrachter überlassen, die Bedeutung historischer Ereignisse von deren Entstehung bis zum Hier und Jetzt zu erfassen und zu bewerten.

Nun ganz konkret zur derzeitigen Gestalt der Geschichtswerkstatt: Die ersten drei Räume blieben thematisch gleich oder nur leicht verändert. Sie befassen sich mit den napoleonischen Kriegen, den Auswirkungen aufs Emsland, den Ereignissen im Emsland ab etwa 1800, mit Wald, Böden, Arbeit, Wirtschaft, Bauen, Wohnen, Brandkatastrophen und deren Folgen. – Da diese Räume bereits mehrfach vorgestellt wurden, soll es bei diesen Stichworten bleiben. Die folgenden drei völlig neu konzipierten Räume bilden die Thematik der kommenden Artikel in den IfS. Sie, sehr geehrte(r) Leser/innen werden feststellen, dass es sich bei der Neugestaltung um einen Quantensprung handelt. Wenn Sie meinen, das sei zu dick aufgetragen, besuchen Sie die Werkstatt und bilden sich eine Meinung aus erster Hand.

Anmerkung: Die folgenden Artikel spiegeln die Räume der Werkstatt wider und enthalten zugleich Geschichtsinterpretationen seitens des Verfasser, sind also eine Mischung aus Sachdarstellung und Kommentar.

Text/Foto: Uwe Müller

    

    

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