Endjahresbericht des SOS-Kinderdorfes Inhambane
1. März 2014Sögel/Stavern – Die Kolpingsfamilie Sögel-Stavern unterstützt seit 2012 das SOS-Kinderdorf Inhambane in Mozambique finanziell. Zum Ende des Jahres 2013 erreichte uns der alljährliche Endjahresbericht, den Ulrike Eilermann für uns ins Deutsche übersetzte. Hierfür unseren herzlichen Dank an Ulrike!
Endjahresbericht: SOS Kinderdorf Inhambane
Lieber Spender,
wir bewegen uns mit großen Schritten auf das Jahresende 2013 zu und freuen uns, dass Sie uns weiterhin dabei helfen, dass es allen Kindern unseres Kinderdorfes gut gehen kann. Es ist jetzt Sommerzeit in Mozambique, worüber sich die Kinder ganz besonders freuen, da sie jetzt viele tolle Dinge machen können wie: zum Strand von Tofo gehen, interessante Orte besuchen oder Kokosmilch trinken. Heutzutage regnet es regelmäßig in Inhambane, worüber sich vor allem die Bauern freuen, die auf eine reiche Ernte hoffen.
Aber Ihnen möchten wir für Ihre unermüdliche Hilfe und Unterstützung der SOS-Organisation danken; Sie unterstützen damit Kinder, die Ihre Hilfe wirklich benötigen.
Das SOS Kinderdorf Inhambane
Anfang 2013 hatten wir noch 138 Kinder in unserem Dorf; heute können wir bereits 146 Kindern (73 Mädchen und 73 Jungen) Schutz und ein Zuhause bieten, worüber wir uns sehr freuen. Dank Ihrer großzügigen Spenden war es uns möglich, diese zusätzlichen Kinder aufzunehmen.
Fast alle Kinder befinden sich in einem gesundheitlich guten Zustand; allerdings haben ein paar Kinder im August und September aufgrund des Jahreszeitenwechsels von Winter zum Sommer ziemlich unter Malaria und hohem Fieber gelitten. Glücklicherweise konnten sie alle stationär behandelt werden. Malaria gehört neben HIV-AIDS und Tuberkulose zu den häufigsten Krankheiten in Mozambique.
Mit an oberster Stelle steht im SOS-Kinderdorf daher die Gesundheitsvorsorge. In Kooperation mit der spanischen NRO (Nicht-Regierungs-Organisation) „Olhos del Mundo“ („Augen der Welt“) haben die Kinderdorf-Mitarbeiter (Mütter, Tanten, Sozialarbeiter und Pädagogen) gelernt, wie man typische Augenkrankheiten erkennen und behandeln kann. Darüber hinaus haben alle Mitarbeiter und Kinder des Dorfes von einem Check-up profitieren können. Dabei stellte sich heraus, dass ein Kind eine permanent eine Brille benötigt und zwei weitere Kinder eine Brille als Lesehilfe nutzen sollten.
Dank einer weiteren Kooperation mit der Freiwilligenorganisation „All out Africa“ erhalten 19 Kinder (12 Mädchen und 7 Jungen) Schwimmunterricht am Strand von Tofo. Der Unterricht findet samstags von 8 bis 11 Uhr vormittags statt. Bisher können die Kinder schwimmen, später werden sie auch das Tauchen erlernen. Für die Kinder macht das Schwimmen in der Sommerzeit besonders großen Spaß.
Bald wird außerdem der Besuch eines Psychologen erwartet, der bereits in vielen anderen SOS-Kinderdörfern vor Ort war. Diese Besuche haben sich bisher sehr positiv auf die Kinder ausgewirkt, besonders bezüglich ihres Sozialverhaltens.
Schule/Ausbildung
Im SOS Kindergarten werden weiterhin sowohl die Kinder des Kinderdorfes als auch der umliegenden Gemeinden auf die Schule vorbereitet. Im laufenden Schuljahr unterrichtet der Kindergarten 80 Kinder, von denen 25 im nächsten Jahr eingeschult werden. Der Leiter des Kindergartens ist sich sicher, dass die Kinder nach dem Besuch des Kindergartens ausreichend
auf die Schule vorbereitet sind. Die Verabschiedung vom Kindergarten im nächsten November
wird gemeinsam mit Eltern und Mitarbeitern des Kinderdorfes gefeiert werden.
Derzeit besuchen außerdem 1.839 Schüler die SOS- Herman- Gmeiner- Grund- und weiterführende Schule, die sich auf die Klassen 1 bis 10 verteilen. Die besten Schüler dürfen zudem an jährlich stattfindenden, landesweiten Vergleichsprüfungen teilnehmen, für die die Vorbereitungen an unserer Schule gerade in vollem Gange sind. 501 Schüler der Klassen 5, 7 und 10 werden im nächsten November daran teilnehmen.
Währenddessen spielt auch das sog. SOS-FSP (Familien-Stärkungs-Programm) eine große Rolle in den Gemeinden. Das FSP unterstützt vor allem in den Bereichen Ausbildung, Nahrungssicherheit, Einkommenssicherung (IGA=Income generation activity; d.h. sie lernen, wie sie Geld verdienen können) und der Versorgung zu Hause und seit neuestem auch im Bereich der Gleichbehandlung der Geschlechter. Durch die Ausweitung des FSP auf weitere Gemeinden, namentlich Mucucuni, Siquriva und Malembuane, profitieren mittlerweile 1.019 Kinder und Erwachsene vom FSP. Als Beispiel möchten wir Workshops für Kleinunternehmer, u. a. im Bereich Finanzmanagement nennen.
Wir wissen Ihre Großzügigkeit und Ihren Einsatz sehr zu schätzen, mit dem Sie uns dabei unterstützen, den mozambiquischen Kindern ein Lächeln auf die Gesichter zu zaubern und sicherzustellen, dass jedem Kind ermöglicht wird, mit Liebe, Familie und Respekt aufzuwachsen. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien frohe Weihnachten und ein erfolgreiches neues Jahr 2014.
MfG
Alfredo Fernanco Luiz Mabache
Direktor SOS-Kinderdorf“