32 Stunden für den guten Zweck

1. September 2013

Sögel – Gleichmäßig fahren die Tabletts über das Laufband an Sophia Wotte vorbei. Mal legt sie Grau- mal Vollkornbrot auf die Teller. Welches Brot sie nehmen muss, liest sie von den Essenskarten auf den Tabletts ab. Sie hat einen Vormittag lang die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz in der Küche des Hümmling Krankenhaus Sögel eingetauscht.

Ihren Lohn spendet sie an den Verein „Schüler helfen Leben“, der damit Jugend- und Bildungsprojekte in aller Welt finanziert. Insgesamt arbeiten an diesem Tag acht Schülerinnen und Schüler zusammen 32 Stunden für den guten Zweck im Sögeler Krankenhaus. In ganz Deutschland sind es mehr als 80000 Jugendliche. Auch Antonia Eilers unterstützt am „Sozialen Tag“ die Arbeit des Vereins. Aber sie nutzt die Gelegenheit auch, um einen Einblick in ihren Traumberuf zu ergattern. „Ich möchte schon lange Köchin werden“, sagt sie und knetet den Teig, den sie später zu Brötchen verarbeitet. Selbst backen, Gemüse putzen und zerkleinern, die Tabletts für das Abendbrot bestücken. Überall dürfen die zwei Mädchen mit anpacken. „Wir lassen junge Menschen gerne mal bei uns reinschnuppern“, sagt Astrid Schweer, Stellvertretung Pflege- und Patientenmanagement. So könne man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, meint sie weiter. Zum einen sei das die Gelegenheit, den ein oder anderen für Berufe im Gesundheitswesen zu begeistern. Und andererseits helfe man den jungen Leuten dabei, mit ihrer Arbeit einen guten Zweck zu unterstützen. Sophia Wotte und Antonia Eilers sind sich auf jeden Fall einig: Dieser Vormittag hat sich gelohnt.

Text/Foto: Katja Köß

: Arbeiten für „Schüler helfen Leben“: Sophia Wotte (vorne) und Antonia Eilers in der Küche des Hümmling Krankenhaus Sögel.

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