Gabione statt Lärmschutzwall und große Bauplatznachfrage
2. Juni 2013Sögel – Die Erschließungsarbeiten im Baugebiet „Das Neue Land“ liegen im Zeitplan. Rund 60 neue Bauplätze werden hier derzeit erschlossen, während parallel die innerörtliche Verdichtung vor allem von privater Seite vorangetrieben wird.
Die Vermarktung von Bauplätzen im westlichen Gemeindegebiet ist derweil so weit fortgeschritten, dass „die Gemeinde bereits heute nach neuen Flächen für den Wohnungsbau Ausschau halten muss; wir glaubten eigentlich, das erst in einigen Jahren tun zu müssen“, beschrieb Gemeindedirektor Günter Wigbers die große Nachfrage nach Bauplätzen. „Obwohl parallel auch die innerörtliche Verdichtung mit mehreren Neubauten im Ortskern erfolgversprechend vorangetrieben werde, seien auf potenziellen Wohnbauflächen bereits artenschutzrechtliche Prüfungen als Voraussetzung für künftige Bauleitverfahren angelaufen. Erstmals wird ein Baugebiet in Sögel nicht durch einen Lärmschutzwall, sondern durch eine so genannte Gabione vor dem Verkehrslärm geschützt. Zwischen 3,5 und 4,5 Metern hoch soll sich die Lärmschutzwand entlang der Ortskernentlastungsstraße, die beidseitig mit rankenden Pflanzen versehen wird, bereits in ein bis zwei Jahren als komplett begrünte Wand darstellen. Die Gabione hatte wegen des geringen Flächenverbrauchs und wegen der deutlich geringeren Unterhaltungskosten den Vorzug vor einer Wallanlage bekommen.
Text/Foto: Ingrid Cloppenburg